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13. Februar 2019 | Gesundheit

Rotes Wien schmeisst 100 Pflegefälle aus Favoritner Spital

Das Milliardengrab Krankenhaus Nord wirft seine Schatten voraus: Die Geriatrieabteilung im Kaiser-Franz-Josef-Spital soll noch heuer ersatzlos gestrichen werden, auch 120 Mitarbeiter wissen nicht, wie es weitergeht.

Im Kaiser-Franz-Josef-Spital in Wien-Favoriten soll noch heuer die Geriatrie geschlossen werden, 100 Pflegefälle und 120 Mitarbeiter wissen nicht, wie es weiter geht. Die FPÖ kündigt Gegenmaßnahmen im Gemeinderat an.

Buchhändler / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)

Ausgerechnet im spitalsmäßig ohnehin ausgedünnten Süden Wiens findet nun ein weiterer Kahlschlag statt: Die Geriatrieabteilung im Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ) soll noch heuer ersatzlos gestrichen werden. Wohin die rund 100 alten und chronisch kranken Pflegefälle, unter ihnen 16 Wachkoma-Patienten, übersiedeln sollen, steht noch völlig offen. Auch die rund 120 Mitarbeiter wissen noch nicht, wie ihre berufliche Zukunft aussieht. Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) erklärte gegenüber Medien, es gebe eine „längere Übergangsfrist“, aber man habe vorsorglich schon die Angehörigen informiert.

Gudenus: "Bankrotterklärung der Stadt Wien"

„Für eine Stadt wie Wien, die ständig wächst und in der immer mehr ältere Menschen leben, ist das eine Bankrott-Erklärung, die Sozial- und Gesundheitsstadtrat Hacker hier fährt“, so der geschäftsführende Wiener FPÖ-Landesparteiobmann Johann Gudenus. Einer der Gründe für den beinharten Sparkurs sei wohl das Milliardengrab KH Nord.

„Dem Wiener Krankenanstaltenverbund fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Das Loch im Wiener Sozialbudget ist dafür verantwortlich, dass weder das dringend benötigte Spitals-Bettenhaus im Kaiser-Franz-Josef-Spital gebaut werden konnte, noch eine umfassende Sanierung der knapp 130 Jahre alten Backsteinpavillons veranlasst wurde“, beklagt Gudenus.

Berger: "Für Einwanderer ist Geld da, für heimische Pensionisten nicht"

Der Favoritener FPÖ-Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordnete  Stefan Berger kritisiert, dass die Stadt Wien für die Ansiedlung von Einwanderern keine Kosten, Mühen oder gar finanzielle Aufwände scheue – bei den österreichischen Pensionisten, die ihr Leben lang gearbeitet haben, aber den Sparstift ansetzt. „Was die rot-grüne Stadtregierung hier macht, ist genau verkehrt“, ist Berger überzeugt. Weder Pensionisten noch chronisch Kranke dürften jetzt die Folgen der SPÖ-Misswirtschaft ausbaden müssen.

Favoriten mit seinen mehr als 200.000 Einwohnern verkrafte es nicht, wenn der verantwortliche Gesundheitsstadtrat die Gesundheitsversorgung im Süden Wiens einfach an die Wand fahre. Die FPÖ hat bereits angekündigt, die ersatzlose Streichung der Geriatrieabteilung im KFJ mit allen demokratischen Mitteln im Stadtparlament bekämpfen zu wollen.

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